Über TS - wofür die TELESCHULE

Neben den Vermittlungen von Kenntnissen und Fertigkeiten ist die Schule ein bedeutsames soziales Erfahrungsfeld für Kinder und Jugendliche. Die Interaktionen mit Gleichaltrigen im schulischen und außerschulischen Bereich umfassen bedeutsame Entwicklungsaufgaben für Kinder und Jugendliche in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen mit Auswirkungen auf die Identität, Lebenszielen und Motivationen des Handelns.

Schüler mit langandauernden Erkrankungen dürfen medizinisch begründet nicht am Regelunterricht ihrer Heimatschule teilnehmen. Die Vermittlung von Lerninhalten wird durch Einzelunterricht im Krankenhaus und häuslichen Bereich angestrebt, wobei bei der zwangsläufig geringen Stundenzahl infolge Lehrkräftemangel der Lehrerfolg nicht immer erreicht werden kann.

"Angesichts der andauernden Behandlung/Genesung ist der drohende Verlust zur Klassengemeinschaft in der Schule und das entstehen von beträchtlicher Wissenslücken durch die Krankheit ein wesentliches Problem für die langfristige psychosoziale Eingliederung der erkrankten Schüler:

  1. Die Schüler verlieren den Anschluss an den Lernstand der Gleichaltrigen.
  2. Die Schüler verlieren motivationale Herausforderungen, wie etwa die Möglichkeit sich selbst zu bestätigen, sich anzustrengen und Erfolge zu erleben. Dies alles sind wesentliche Elemente der Erfahrung, die die Persönlichkeitsentwicklung ausmachen.
  3. Die Schüler verlieren soziale und emotionale Herausforderungen, die mit dem sozialen Anschluss an die Gruppe der Gleichaltrigen einhergehen."
[vgl. Studie der Universität Duisburg-Essen, Institut für Erziehungswissenschaften , 2004]

Aus diesen Vorbemerkungen ergeben sich zwei Prämissen von grundsätzlicher Bedeutung:

  • Wie kann für langfristig erkrankte Kinder und Jugendlichen der wichtige soziale Bereich der Schule erhalten bleiben mit dem Aspekt der Wiedereingliederung in die Klassengemeinschaft und dem Erhalt der außerschulischer Freundschaften und soziale Bindungen?
  • Wie kann die Vermittlung von Lehrinhalten erhöht und gleichzeitig die Voraussetzungen für die Reintegration in die bisherige Klassengemeinschaft nach Abschluss der Therapie verbessert werden?
Die TELESCHULE setzt hier an und ermöglicht langfristig erkrankten Schülern die synchrone Fernteilnahme am Schulunterricht/ Schulalltag der eigenen Stammschule von Daheim und Klinikschule, um so weiterhin im Klassenverband präsent zu sein.

Über die TELESCHULE können die erkrankten Schüler im Laufe des Heilungsprozesses am Unterricht und auch am Schulalltag teilnehmen, ohne unmittelbar im Klassenraum anwesend zu sein.